das spinnennetz:

samhain 2009, ein zimmer im dunkeln, ein bau in dem netze gesponnen werden. wir drehen uns hin und her, runter und rauf, gegeneinander und von einander weg.

ich und das netz: verbindung nach außen, die mich aber nie gefangen hält, außer ich will es so; ich nehme es in die hände, gehe daran entlang, lasse es nicht los. ich ziehe es über die körper der anderen, um meinen, ich schlüpfe darunter hindurch und steige darüber hinweg tiefer nach innen. das ist ein tanz der verbindungen und des lösens. wenn ich spüre wie entfernt ich bin, muß ich mich dem nicht ausliefern. ich kann das netz wieder durch meine finger gleiten lassen und es um meine hüfte legen, ich kann mich kopfvor in das getümmel in der mitte stürzen, aufgefangen werden, eingefangen werden.

ich bin eine großartige knotenlöserin und komme immer wieder frei. mein atem will mir versagen und mir einreden, daß ich nun außen stehen muß für den rest des tanzes aber

ich kann mich kopfvor in das getümmel in der mitte stürzen

niemand schiebt mich beiseite, der tanz führt diesen schritt nicht, ich kann mich bewegen und dann ist alles möglich.

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