i can haz teh self acceptance nao plz ok!

eigentlich ist es ja schon gar nicht mehr der neunte mai, somit schummle ich jetzt. :)

heute hab ich gar nichts zu schreiben geplant. zwar hatte ich verschiedene ideen, doch jetzt bin ich müde und interessiere mich nicht mehr groß dafür, mich für eine zu entscheiden und dann auch noch versuchen einem konzept hinterherzueiern. also laufe ich den wörtern einfach mal hinterher.

gestern hatte ich einen großartigen tag mit g. wir verbrachten einen großen teil der zeit damit, uns gemeinsam über unsere eigenen komplexe krumm und schief zu lachen. ja, das geht! man  kann sich darüber aufregen, man kann aber auch sich darüber belustigen, wenn die richtige gesellschaft zur hand ist.

sie erzählte mir von einem artikel, in dem es um fat acceptance ging, eine bewegung, die ich sehr unterstütze, von der ich aber nicht wirklich viel ahnung habe bisher. in dem artikel ging es darum, das dicke ich zu akzeptieren und die idee des schlanken ichs loszulassen. wobei natürlich an der idee des schlanken ichs auch die vorstellung hängt, man sei alle seine fehler los, wenn man nur schlank wäre, und hätte dann praktisch alle seine zielen erreicht. (verkürzt dagestellt, aber ich glaube man kann sich was drunter vorstellen.)

g und ich sind beide schlank, aber wir erkannten trotzdem den grundgedanken sofort wieder. wir könnten ja für das schlanke ich auch zum beispiel das komplexfreie ich einsetzen.

im artikel wurden laut g verschiedene stadien der akzeptanz genannt. gerade eins habe ich sofort wieder erkannt. das ging so:

„ich kann mein dickes ich total akzeptieren. wenn ich noch ein paar kilos abgenommen habe.“

darüber mußte ich mich wirklich völlig schepplachen, weil das so exakt meiner eigenen denkweise entspricht. ich denke nämlich folgendes:

„also, es ist total gut, wenn man sich selber so akzeptiert, wie man ist. ich kann es auch akzeptieren, daß ich fehler habe! also, ich muß noch ein bißchen daran arbeiten, die meisten fehler zu beseitigen, aber wenn ich die dann weg habe, dann kann ich mich so super akzeptieren, das glaubst du gar nicht!“

dann gab es eins, das wir selbst erfunden haben, ich weiß nicht, ob es in dem artikel stand. und zwar:

„ich kann mein dickes ich total akzeptieren. solange meine klamotten mich ganz schlank aussehen lassen!“

an diesem kann man wahrscheinlich erkennen, daß wir von unserem problem ausgegangen sind und die dick/dünn-version dazu ausgedacht haben. meine variante, die lange nicht so lustig wie das erste beispiel ist:

„ich kann das schon akzeptieren, daß ich so komplexe habe. wenn ich mich so verhalte, als hätte ich keine, dann merkt das ja niemand und es hat also auch keine negativen auswirkungen auf mich. und auf die anderen auch nicht. das ist dann im prinzip so, als hätte ich die komplexe gar nicht! in dem fall kann ich sie akzeptieren.“

das nächste stammte möglicherweise auch von uns. ich fange gleich mit der komplexe-variante an.

„also, mein ziel ist, mich so anzunehmen, wie ich bin. das ist ein gutes ziel. WEIL. wenn ich mich so annehme, wie ich bin, mit meinen ängsten vor ablehnung und selbstwertissues, dann strahle ich das aus, daß ich so sehr selbstakzeptierend bin. leute, die sich selbst gut finden uns akzeptieren, die strahlen das nach außen aus. ALSO wenn ich mich mit diesen komplexen total annehme, dann! werde ich ja auch super charismatisch. was bedeutet! daß ich dann gar keinen grund für meine komplexe mehr haben muß, weil alle leute mich so geil finden und nie wieder negativ auf mich reagieren! problem gelöst!“

dazu muß ich sagen, daß ich an einen teil dieser variante wirklich glaube. ich glaube wirklich, daß menschen, die in sich ruhen, das auch nach außen ausstrahlen und dadurch oft angenehme menschen sind. der rest dieser denkweise besteht aber aus einer ganz seltsamen fortschrittsidee, die tatsächliche akzeptanz der eigenen komplexe ausschließt. ich will doch gelassen umgehen lernen damit, daß ich eben nicht diese perfekte charismatische person bin, die sich selbst immer super findet und von allen anerkannt ist. nicht, daß ich da was dagegen hätte, wenn sich durch meine gelassenheit auch charisma einstellen würde. aber wenn ich mit dem gedanken arbeite kann ich ja gleich zugeben, daß ich nur mein hypothethisches zukunftsich zu akzeptieren versuche. und nicht, wie ich eben jetzt bin.

ich könnte mich da immernoch theoretisch sehr darüber aufregen oder traurig sein. aber ich hatte so endlos viel spaß dabei, mit g gemeinsam darüber zu lachen, welche schnapsideen wir in unseren gehirnen gespeichert haben, daß ich mich eigentlich bloß an diesen spaß erinnern will und nächstes mal wieder lachen, anstatt mich selber zu kritisieren.

wenn ich das so mache, dann nehm ich mich ja ganz locker und nicht zu ernst, mache mir nie wieder zu viele gedanken, sondern amüsiere mich einfach nur komplexfrei über mich selber.

haha. :D :D :D

zu geil, oder? :D :D :D

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