die üblichen geschichten

es regnet und regnet und regnet.

paßt mir gerade, ich würde alles wegwaschen wollen, und ein paar tage fasten, weil mir sowieso nichts schmeckt (außer kaffee, komischerweise, der aber noch angespannter macht, wenn ich zuviel trinke).

regen hat natürlich auch erinnerungslast — haben wir in den letzten jahren etwa nur von erinnerung gelebt? nein.

das ist alles so banal. eine geschichte, wie man sie tausend mal gehört hat. warum erzähle ich überhaupt etwas? natürlich und armselig, und mein problem, daß ich so empfänglich dafür bin an wunder zu glauben. nicht?

naja, es muß ja niemand zuhören.

gestern war imagine me and you im fernsehen. da ist das alles einfacher, weil man einfach feststellen kann, welches die wahre und vorbestimmte liebe ist, und welches nur so der ersatz. vielleicht sieht s ihre geschichte auch so: der liebe a ist gefangen in einer beziehung, die so gar nicht das wahre ist, und die große liebe befreit ihn daraus.

ich habe angst, daß er auch diese definition irgendwann von ihr übernehmen wird, wie er andere definitionen von ihr übernommen hat. aber das berührt mich dann vielleicht gar nicht mehr? ob sie es zulassen wird, daß wir befreundet bleiben? ich glaube, sie hat dazu zu viel angst vor mir. angst. immer dasselbe.

wie soll liebe aussehen?

ich habe so einen test ausgefüllt, in dem man irgendwo ankreuzen konnte, ob man an liebe auf den ersten blick glaubt, m und w guckten mir über die schulter, als ich nein ankreuzte. sie lachten und schauten einander tief an, und ich konnte sehen daß sie sich an ihren romantischen anfang erinnerten. sie sagten, ja, natürlich weiß man das nicht gleich so genau, aber im rückblick gesehen… und erzählten mir wieder, wie viele stunden sie sich bei ihrem ersten treffen schon unterhalten haben.

irgendwann sagte mal w zu m, als ich dabei war, sie sei doch ein teil von ihm.

und also, ich hätte das nie so ausgedrückt, doch ich denke er meinte damit, daß sie unseparierbar zusammengehören, und das hätte ich über a und mich auch mit überzeugung behauptet, aber ich bin einfach zu kitschverseucht, offensichtlich.

ja, und ich hab schon beschlossen, daß ich die rolle dieses integren ehemannes übernehmen werde, der die entscheidung trifft, seine frau freizugeben, damit sie glücklich wird. die rolle war mir schon immer sympathisch (auch wenn sie echt noch schöner aussähe, wenn mal ausnahmsweise sie dann zu ihm zurückkommen würde, tja, man kann nicht alles erwarten). warte noch, bis ich a in person zu gesicht kriege und habe in der zeit schonmal zu trauern angefangen.

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5 Gedanken zu “die üblichen geschichten

  1. Huch, hab ich was verpasst und du bist jetzt männlich…? ;)
    Nein, im Ernst, Liebes. Es ist ein wirklich mutiger Schritt von dir, A gehen zu lassen. Du willst, dass er glücklich wird und steckst dafür ein. Er will zwar auch in gewisser Weise, dass du glückich wirst, aber er verlangt dafür noch.
    Ich wünsche dir so sehr, dass du dein Glück und deine Liebe findest.

    • naja, ich würde vielleicht schüchtern behaupten, daß ich genderqueer bin. aber du kannst ruhig weiterhin von mir als weiblich denken. :)

      aber ansonsten, danke dir, du liebe. *drück*
      ich bin zwar nicht so uneigennützig… ich entscheide durchaus auch so, daß ich mich okay damit fühle — und ich bin ungeduldig und ängstlich und will nicht länger auf den knall warten, sondern selbst handeln.
      und mein a, der möchte am liebsten von niemandem etwas verlangen… nur geht das nicht.

      aber es tut trotzdem gerade gut, bestätigung zu hören.
      und ich wünsche dir auch glück und liebe, und daß sie halten, solange du sie dir auch wünschst.

  2. Hm, ja, macht es wohl einfacher. *lacht* Zumindest für den Anfang. ;) Aber ich freunde mich auch mit … naja, fast allem an. Es gibt einige Dinge, die sind so verrückt, dass sie besser da bleiben sollten, wo sie hingehören: In meiner Phantasie. (Mal ehrlich, Catgirls / Catboys in RL?!?)
    Natürlich solltest du dich mit deinen Entscheidungen wohl fühlen, immerhin musst du mit ihnen leben, egal wie weitreichend sie sind.
    Und glaub mir, der große Knall kommt wahrscheinlich früher als dir lieb ist…

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